Herbstausflug 2017 nach Besenello im Trentino/Italien

Wind, Regen und in höheren Lagen sogar Schnee, liessen für den Ausflugstag vom 17.September wettermässig nichts Gutes erahnen, und so war es in der Tat auch. Bei regnerischem Wetter traf man sich um 07:45 vor der Sparda Bank in Innsbruck. Trotz grauem und mit Wolken verhängtem  Himmel war die gesamte Reisegruppe guten Mutes und fröhlicher Stimmung und der Regen konnte niemandem für die bevorstehende Reise einen Strich durch die Rechnung machen.

Mit einer wie üblich sehr akribisch vorbereiteten Reise von Jürg Meier, starteten wir pünktlich um 08:00 Uhr. Wie gewohnt, fuhren wir mit einem bequemen Autobus der Firma „Lüftner-Reisen“ sowie „unserem“ Chauffeur Harry  in Innsbruck weg. Der Präsident, Michael Defner, begrüsste alle Mitglieder, Schweizerkinder und Freunde des Vereins und wünschte allen einen ereignisreichen Tag. Die Fahrt führte über die Brennerautobahn in Richtung Südtirol. Der Reiseleiter, Jürg Meier, gab sehr detaillierte, ausführliche und geschichtsträchtige Informationen über die Gebiete Südtirols und dem Trentino, sowie über die zu besuchende Festung von Beseno. Nachdem man sich gegenseitig schon etwas beschnuppert hatte und u.a. auch schon rege Diskussionen über die bevorstehenden Wahlen stattgefunden haben, war es schon Zeit für eine Kaffeepause im „Brunner Hof“ in Klausen.

Nach ca. einer ¾ Stunde setzten wir die Fahrt fort in Richtung Bozen und vorbei an kilometerlangen Obstkulturen, deren Früchte auf die bevorstehende Ernte warteten. Nun kam eine erste grosse Überraschung. Die Zeiger der Uhr standen mittlerweile auf 10:45 und man höre und staune, die Sonne begrüsste uns ziemlich genau in der Grenzregion von Südtirol und dem Trentino und kündetet an, dass sie uns den Rest des Tages begleiten möchte. Wie heisst es doch so schön „wenn Engel reisen, da lacht der Himmel“. Dieses Sprichwort traf genauestens auf die 30 Mitglieder und Freunde des Schweizervereins zu, und die ohnehin schon sehr gute Laune setzte noch einen Zacken drauf. In Besenello angekommen besuchten wir kurz die Dorfkirche mit Repliken der Heiligenfiguren von den Grafen Trapp. Die kostbaren Originale befinden sich Trento unter Beschluss.

Da die Zufahrtstrasse zu unserem eigentlichen Ziel, der Festung von Beseno und dem darunterliegenden Ristorante „La Rupe di Beseno“, zu eng und daher mit unserem Bus nicht zu befahren war, wurden wir in zwei Gruppen mit einem kleineren Shuttle-Bus, zu dem Ristorante geführt, wo wir vom Wirt, Massimo und seinem Team, bereits erwartet wurden. Die vorbestellten typisch regionalen Menüs wurden flott serviert, jedem hat es geschmeckt und um 13:30 Uhr ging es dann zu Fuss ca. 15 Minuten einem ziemlich steilen Weg entlang zur Burg von Beseno. Zufällig fand dort ein Bogenschiess-Wettbewerb statt, was logischerweise dazu führte, dass sich sehr viele Leute, mehrheitlich in mittelalterlichen Gewändern gekleidet, dort einfanden. Jeder Teilnehmer von unserer Gruppe konnte diese 17‘000m2 umfassende Festung aus dem Jahr 1170 individuell und seinen Interessen entsprechend besichtigen. Die Burg-Anlage ist übrigens eine der bedeutendsten im ganzen Alpenraum und gehörte von 1470 bis 1973 den Grafen Trapp. Danach ging sie in den Besitz der Provinz Trient über, welche diese in sehr kostenaufwendiger Art und Weise restaurierte, war sie doch zuvor mehr oder weniger eine Ruine.

Nach zwei Stunden ging es wieder zurück ins Ristorante, wo vor der Rückfahrt nach Innsbruck, noch eine Kaffeepause eingelegt wurde. Bei dieser Gelegenheit gab es verständlicherweise viel über die ereignisreiche Besichtigung der Burg zu diskutieren.

Gut gestärkt ging es wieder mit dem Shuttle hinunter ins Dorf, wo wir unseren Bus für die Heimfahrt bestiegen. Genau zu diesem Zeitpunkt verabschiedetet sich die Sonne wieder und sagte uns mit den ersten Regentropfen auf Wiedersehen. Nach einer gemütlichen Rückfahrt mit wenig Verkehr erreichten wir um 19:00 Uhr  unseren Ausgangspunkt in Innsbruck und man verabschiedete sich mit einer gewissen Wehmut voneinander.

Es war einmal mehr ein sehr ereignisreicher, interessanter Vereinsausflug und auch dieser wird allen in guter Erinnerung bleiben. Ich bin mir sicher, dass sich jeder Teilnehmer bereits wieder auf die nächstjährige Reise freut welche zweifellos, wohin diese auch immer führen mag, wieder interessant sein wird. Nun bleibt es noch dem Reiseleiter für seine Organisation zu danken, in der stillen Hoffnung, dass er noch möglichst viele Jahre derartig interessante Ausflüge organisiert.

Stephan Lienhard 18/09/2017

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