Vierzehn Mitglieder des Schweizervereins für Tirol hatten am 27. Januar 2017 die Möglichkeit, die Pharmazeutische Fabrik MONTVIT zu besichtigen. Aus vorgegebenen logistischen Gründen seitens der Firmeninhaber war die Anzahl der Besucher auf ein Dutzend beschränkt.

Wir wurden vom Firmeninhaber, Herr Dr. Oswald Mayr persönlich empfangen und auch die Besichtigung durch die Produktion fand unter seiner Führung statt. MONTAVIT ist heute ein reines Familienunternehmen welches 1945 von den Herren Daniel Swarowski und Dr. Alfred Fröhlich in Wattens gegründet wurde und seit 1950 seinen Firmensitz in Absam hat, wo auch heute noch die Herstellung der Arzneimittel stattfindet.

Das erste Produkt der MONTAVIT war ein angereicherter Kakaoriegel aus amerikanischen Hilfslieferungen, um die Bevölkerung in der von Not geplagten Nachkriegszeit mit energiereichen Nährstoffen zu versorgen.

Anfang der 50er Jahre übernahm Dr. Albin Mayr, seines Zeichens Betriebsleiter bei MONTAVIT und Grossvater der heutigen Eigentümer die Firmenanteile der Familie Swarovski, welche sich dann aus dem Geschäft zurückzog. Nach dessen überraschend frühem Tod im Jahr 1978 führte sein Sohn, Dr. Oswald Mayr, die Geschäfte gemeinsam mit Frau Dr. Eva Fröhlich, deren Anteile er 1992 übernahm. Unter seiner Führung ist die Firma MONTAVIT stetig gewachsen und wurde zu einem international tätigen Pharmaunternehmen. Der Fokus der MONTAVIT-Produkte liegt auf den Therapiegebieten Urologie, Gynäkologie und Allergietherapie, sowie im Bereich von pflanzlichen Arzneimitteln.

Das Unternehmen beschäftigt heute ca. 200 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 28 Mio. Euro, bei einem Wachstum von 9,4%.

Nachdem Herr Dr. Mayr uns einige Erklärungen und Fakten über das Unternehmen abgab, erhielten wir einer sehr interessanten Führung durch einen Teil der Produktion und im Anschluss hatte man bei einem kurzen Imbiss noch die Gelegenheit erweiterte Fragen zu stellen. Alles in allem war es eine sehr interessante Veranstaltung welche einmal mehr von unserem Herr Dr. Jürg Meier organisiert wurde, herzlichen Dank.

S. Lienhard